Randbemerkung
Ich muss das einfach loswerden - es beschäftigt mich. In den letzten Monaten habe ich sehr viel gehört über das, was wir (Lilo und ich) hier so treiben. Viel war begleitet von, sagen wir mal, nicht unbedingt positiven Äusserungen wie:
- Die spinnen..
- Das klappt doch sowieso nicht..
- In 6 Monaten sind die wieder da..
Warum ist das so? ich denke, sehr viel hat damit zu tun, das der Mut neue Wege zu beschreiten den meisten Menschen abhanden gekommen ist. Dabei ist die Neugier dem Menschen mit in die Wiege gelegt worden. Schaut euch eure Kinder an. Aber - der Konformismus ist leider überall zugegegen:
- Was denken die anderen wenn ich das mache?
- Wieso haben es andere nicht gemacht wenn es der richtige Weg sein soll?
- Was wenn das ganze scheitert?
- Woher nehme ich das Geld?
- Sicher verliere ich Freunde auf dem Weg wenn ich das mache!
und so weiter und so fort. Interessant fand ich die Reaktionen auf meine Statusnachricht im Messenger, hier haben vor allem die reagiert die eben auch neue Wege beschritten haben. Andere waren Stumm. Was hatte ich gleich noch geschrieben:
Machen ist wollen. Nur krasser! (Quelle unbekannt)
Das ist eigentlich eine Punktlandung. Wollen tun alle immer viel - nur setzen sie es nicht um. Aufgrund meiner eigenen Geschichte war ich immer wieder gefordert bei null (oder sogar minus) neu anzufangen. Jetzt hätte ich einfach nichts tun können und darauf warten das irgendwas geschieht. Aber dazu bin ich zu neugierig - weil - jedes Ende ist auch ein Anfang! Und etwas machen ist die schönste Sache der Welt. Naja ausser dem Dings mit den 3 Buchstaben - aber das ist ja die schönste Nebensache der Welt.
Machen gibt dir Kraft, gibt dir Mut weiteres zu tun - zu verändern. Da kam mir der zweite Messenger-Spruch in den Sinn:
Wenn die Tür kaputt ist, mach sie wieder ganz! Besser als Videos über kaputte Türen ansehen - damit änderst du nichts (Quelle bin ich selbst)
In meiner Umgebung sind viele Menschen die tagtäglich diese kurzen Videos auf den einschlägigen Plattformen anschauen, sich über den Inhalt aufregen und mir das Zeug manchmal weiterleiten. Interessant ist, sie suchen meist genau das worüber sie sich aufregen können, also Bestätigung Ihrer Meinung. Das gibt eine kurze Befriedigung im Gehirn, diese muss aber sofort wieder durch den nächsten Video neu generiert werden. Ich schaue mir das Zeug nicht an - wozu auch. Es ändert ja nichts.
Die Türe in meinem Satz ist als Metapher zu sehen. Da kann man so ziemlich alles einsetzen. Bei mir war es aber effektiv eine Türe die defekt war. Eine von vielen.
Aber zurück zum Machen. Das bedeutet auch, gewohntes zurück zu lassen, loszulassen, der Neugier freien Lauf lassen. Das ist dann ein richtiges Abenteuerland - du weisst nie was hinter der nächsten Ecke auf dich wartet. Ist es nicht das, was uns als Kinder so fasziniert hat? Das Unbekannte? Das Neue?
Wenn unsere Vorfahren so gedacht hätten wie mancher Zeitgenosse heute, dann würden wir noch in Höhlen sitzen, frieren und uns die Flöhe aus dem Fell kratzen. (Quelle bin ich selbst)
Den Mutigen gehört die Welt!
Guido, 15. Mai 2026